Archiv für Oktober 2009
Danto-Move: Nächstes Etappenziel erreicht
Am 01.10.2009 fand für mich, aber auch wohl für einige andere meiner Kollegen überraschend, die zweite Veranstaltung des Mitarbeiter-Trainings Danto-MOVE statt. Überrascht war ich vor allem deshalb, weil unsere Trainer Markus Huf und Franz Schneider am Ende der Auftaktveranstaltung außer dem Ende Oktober anstehenden Event im Hochseilgarten keinen weiteren Workshop im Plenum angekündigt hatten. So trafen wir uns also am Donnerstagnachmittag in gespannter Erwartung wiederum im Lager.
Positives Feedback
Hatten uns Huf und Schneider im Rahmen des ersten Workshops um negatives Feedback zum täglichen Miteinander gebeten, so erhielten wir nun die Aufgabe, auf Karten mitzuteilen, warum wir gerne bei Danto sind und welche positiven Eigenschaften unser Unternehmen auszeichnen. Den Antworten auf zahlreichen Karten war zu entnehmen, dass viele Mitarbeiter wegen der abwechslungsreichen und vielseitigen Tätigkeiten, aber auch aufgrund des freundlichen Umgangstons untereinander gerne in die Arbeit kommen. Sehr häufig wurde auch der Einsatz des gesamten Teams für die Wünsche unserer Kunden genannt.
Obwohl ich selbst erst seit Mitte Juli bei der Firma Danto bin und noch nicht alle Kolleginnen und Kollegen richtig kennen gelernt habe, fühle ich mich in der Arbeit recht wohl. Ein Punkt, den ich zwar nicht auf die Karte schrieb, der aber unbedingt erwähnt werden sollte, ist für mich die Tatsache, dass meine Kollegen mir gegenüber als blindem Arbeitnehmer sehr offen und hilfsbereit sind. Das gilt auch für meine Teilnahme an den Danto-Move Workshops: Ungefragt hatte sich auch diesmal wieder ein Kollege dazu bereit erklärt, mir beim Ausfüllen der Karten behilflich zu sein.
Gedankenreise
Nachdem Huf und schneider einige der Antworten vorgelesen hatten, ordneten sie die Karten den Kategorien „Kollegen“, „Arbeiten“ und „Stimmung“ zu.
Mit der nun folgenden Gedankenreise entführte uns Schneider in die Welt unserer individuellen Wunschvorstellungen: „Ich Habe eine Frage, die Ihnen vielleicht etwas ungewöhnlich erscheint. Nehmen wir an, nachdem Sie heute hier fertig gearbeitet haben, gehen Sie nach Hause und Sie tun das, was Sie am Abend sonst auch immer tun. Dann gehen Sie zu Bett und schlafen ein. Während Sie schlafen, passiert ein Wunder und die Probleme, die Sie hier hergebracht haben, sind einfach weg. Alle Danto-Probleme sind gelöst. Aber das passiert, während Sie schlafen. Daher können Sie nicht wissen, das dieses Wunder passiert ist.“ Nun erhielten wir die Aufgabe, jeweils zu notieren, woran jeder einzelne feststellen kann, dass sein Wunder geschehen ist. Zusätzlich sollte jeder den Tag nach dem Wunder durchgehen und aufschreiben, was sich für ihn oder sie geändert hat und wie die Kollegen von dem individuellen Wunder Notiz nehmen. „Wann war das letzte Mal, an dem es Ihrer Erinnerung nach bei Danto ein bisschen so war wie am Tag nach dem Wunder? Was haben Sie damals getan, als das so war? Was haben andere Kollegen getan, als das so war? Wie haben sich die anderen Kollegen verhalten, als das so war?“, fuhr Schneider fort. Nachdem er seinen Text vorgelesen hatte, war bis auf das Kratzen der Kugelschreiber auf den Karten kaum ein Geräusch zu hören. Jeder war mit seiner individuellen Gedankenreise zu seinem gewünschten Wunder beschäftigt.
Präsentation der Wunder
Bevor Schneider jedoch zur Präsentation der Wunder überleitete, stellte er eine weitere Frage: „Auf einer Skala von 0 bis 10, wenn 10 für den Tag nach dem Wunder steht und 0 für die letzte Woche, wo zwischen 0 und 10 stehen Sie jetzt?“ Die antworten notierten wir ebenfalls wieder auf Karten, die eingesammelt und ausgewertet wurden.
Für einen meiner Kollegen bestand sein Wunder darin, seine Arbeit schneller als bisher erledigen zu können. Mein persönliches Wunder könnte darin bestehen, nach Rosenheim zu ziehen und somit nicht mehr jeden Tag die weite Strecke von München nach Großkarolinenfeld mit der Bahn fahren zu müssen.
Eigene Wahrnehmung und Verhalten der Kollegen
In einem weiteren Schritt baten uns Huf und Schneider, auf Karten festzuhalten, wie man selbst bzw. sich die Kollegen verhalten würden, wenn das individuelle Wunder geschehen würde. Für einige Kollegen bestanden ihre persönliche Wunder darin, effektiver arbeiten und Aufgaben zu Ende führen zu können, wodurch sie sich entspannter fühlten. ein Kollege, der entspannt arbeite, so meinten alle übereinstimmend, könnte durchaus auch einen positiven Effekt auf alle anderen Mitarbeiter haben, da diese von seiner Stimmung angesteckt würden.
Auf Wunder hinarbeiten
Wunder können nicht geschehen, wenn man nicht auf sie hinarbeitet und von Zeit zu Zeit Feedback von seinen Kollegen erhält. Daher stand als Letzte Übung Partnerarbeit in Zweiergruppen auf dem Programm. „Stellen Sie sich vor“, sagte Schneider, „Sie können sich jeden Tag aufs Neue entscheiden, ob für Sie das Wunder geschieht.“ Jeder von uns erhielt die Aufgabe, auf einer Karte Dinge zu notieren, die sie oder er am individuell am Arbeitsplatz verbessern möchte. Nun tauschten wir die Karten jeweils untereinander aus. Gegenseitig werden die MOVE-Partner sich nun täglich an die kleinen gesteckten Ziele erinnern. Falls mein Computer wieder einmal abstürzen sollte und ich nicht die Ruhe bewahre, wird mich mein MOVE-Partner darauf hinweisen, einfach Ruhe zu bewahren und den Rechner neu zu starten, statt mit Frust hierauf zu reagieren.
Erste Bergetappe erreicht
In der Feedback-Runde kurz vor Ende des Workshops vielen die Kommentare zum bisherigen Verlauf von Danto-Move überwiegend positiv aus. Laut Schneider hätten wir nun unsere Bergschuhe angezogen, um gemeinsam den vor uns liegenden Berg zu besteigen und die kleine Pflanze wachsen zu lassen, die im Laufe der ersten zwei Workshops entstanden sei. „Wir wollen versuchen“, so Schneider, „ein Stück Kultur entstehen zu lassen. Das Einzige, worum ich Sie bitte ist, den inneren Widerstand zu überwinden und mit uns Gemeinsam weiter auf den Berg Richtung Gipfel zu gehen.“
Ausblick
Schon bald werden in Kleingruppen kleine Hügel erklommen, um den Ablauf von Prozessen innerhalb der einzelnen Abteilungen weiter zu optimieren, bis wir uns dann am 24.10. im Hochseilgarten auf den Gipfel wagen werden.

