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Archiv für September 2009

Danto-MOVE: Vier Buchstaben – ein Konzept

Am 24.09. fand im Lager der Danto GmbH die Auftaktveranstaltung zu einer Mitarbeiter-Schulung ganz besonderer Art statt: „Danto-MOVE“ heißt das Konzept zu unserem Mitarbeitertraining aus der Feder von Markus Huf und Franz Schneider. Huf studiert BWL mit Schwerpunkt Personalwesen. Zurzeit schreibt er bei der Danto GmbH seine Diplomarbeit über die Personalentwicklung des Unternehmens. Mit dem freiberuflich tätigen 43-jährigen Franz Schneider hat sich Huf professionelle Unterstützung für sein Projekt ins Boot geholt. „Danto-Move“, das steht nicht nur für das englische Wort „move“ (sich bewegen), sondern auch für Motivation, Optimierung, vertrauen und Erfolg. Diese Begriffe bezeichnen für jedes Unternehmen wichtige Stützpfeiler für eine an die Bedürfnisse der Mitarbeiter, aber auch der Kunden angepasste Firmenkultur.

Übungen und Aufgaben

Nach einer kurzen Vorstellung der Trainer wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt. Die erste Aufgabe bestand darin, zu sechst einen Holzstab waagrecht auf den Fingern zu balancieren und möglichst gleichzeitig auf dem Boden abzulegen. Dabei durften wir den Kontakt zum Stab nicht verlieren. Am Anfang gestaltete sich diese Aufgabe für mein Team etwas schwierig: Zunächst bewegten wir den Stab nach oben, statt ihn Richtung Boden abzusenken. Am Ende und nach stufenweisem Absenken des Stabs um jeweils 10 Zentimeter auf Kommando eines Team-Mitglieds erreichten jedoch auch wir das Ziel.

Für die zweite Übung erhielt jeder Teilnehmer Notizkarten. Auf diesen notierten wir, wo uns im täglichen Miteinander der „Danto-Schuh“ drückt. Anschließend sammelten Huf und Schneider die Karten ein, klebten diese auf ein Flipchart und ordneten die Notizkarten verschiedenen Kategorien wie „Arbeitszeitregelung/Soziales“, „Kommunikation“ und „Unternehmensführung“ zu.

Ausblick

Die erarbeiteten Themen bilden die Grundlage für weitere Workshops. In den kommenden Wochen und Monaten werden wir uns jeweils in Kleingruppen treffen. Als Abschlussveranstaltung für alle Danto-Mitarbeiter ist Ende Oktober ein Wochenende in einem Hochseilgarten geplant, worauf ich mich aufgrund meiner positiven Erfahrungen im Waldaupark bei Stuttgart persönlich schon ganz besonders freue.

Danto-Mitarbeiter besuchen Fußball-Derby

Gemeinsames Gedenken an Dominik Brunner

Auf Einladung von Herrn Vogelhuber von der Firma Petex folgten Daniel Darga, Geschäftsführer der Danto GmbH, sowie die Mitarbeiter Bettina Schmidmaier und Shyh-Horng Chen am 19. September in die Münchner Allianz-Arena zu einem ganz besonderen Event: Gemeinsam wollten Sie im Business-Bereich des Stadions das lange erwartete Derby zwischen dem FC Bayern und dem 1. FC Nürnberg vor der gegnerischen Fankurve live anschauen.

Nachdem die drei Danto-Mitarbeiter und ihr Begleiter ihre Autos im Parkhaus nahe der Allianz-Arena abgestellt hatten, mussten sie jedoch erst einmal die Sicherheitsschleuse am Business-Eingang passieren, bevor sie vor den 40-Zoll-Fernsehern, auf denen das Geschehen vor, während und nach dem Spiel live übertragen wurde, an den reservierten 6er-Tischen Platz nehmen konnten.

Gedenken an Dominik Brunner

Bereits vor dem Spiel machte sich im gesamten Stadion gespannte Erwartung breit. Dies lag jedoch nicht etwa am erwarteten Spielausgang: Da der FC Bayern vom Nürnberger Club seit 22 Heimspielen nicht besiegt worden war, rechnete das Team von Trainer Louis van Gaal ohnehin mit einem Sieg. Gespannt waren jedoch beide Teams, die Schiedsrichter sowie die 69.000 Zuschauer auf die Worte, die Bayern-Manager Uli Hoeneß finden würde, um das Gedenken an den 50-jährigen Dominik Brunner einzuleiten. Dieser war eine Woche zuvor an der Münchner S-Bahn-Station Soln von zwei Jugendlichen zusammengeschlagen worden und seinen Verletzungen erlegen. Mutig hatte er sich ihnen in den Weg gestellt, als diese zunächst in der S-Bahn und dann auf dem Bahnsteig Kinder bedroht hatten.

Gedenken an Dominik Brunner

Gedenken an Dominik Brunner

„Wir verneigen uns vor einem Menschen, der sein Leben gegeben hat, um andere, in diesem Fall junge Menschen, zu schützen“, sagte Hoeneß tief ergriffen, als er seine Rede über das Stadionmikrofon hielt.

Schockiert zeigte sich der Manager darüber, dass niemand eingegriffen hätte. Jeder, so Hoeneß, wäre froh, wenn ihm jemand wie Brunner in einer Notlage behilflich sei. „Deshalb ist er für uns ein Vorbild für Zivilcourage und praktizierter Nächstenliebe“, sagte Hoeneß.

Während der gesamten Rede war das Bild des ermordeten Dominik Brunner auf der Anzeigetafel der Allianz-Arena zu sehen.

Das Spiel

Obwohl beide Teams anläßlich der Schweigeminute für Brunner in Trauerfarben spielten, rückte nach dem Anpfiff das Spielgeschehen in den Vordergrund: Außer einem Schuss an die gegnerische Torlatte durch Gomez tat sich in der ersten Halbzeit nicht viel.

Das Spiel

Das Spiel


Dafür war die zweite Halbzeit besonders für die Bayern umso ereignisreicher: In der 55. Minute schoß Bayern-Spieler Ivaca Olic die Münchner in Führung.

Sodann erzielte Nürnberger Spieler Eric-Maxim Choupo-Moting ein Gegentor und somit den Ausgleich.

Daniel van Buyten schließlich verdankten die Bayern acht Minuten vor Spielende das 2:1, den Sprung auf Rang drei in der Tabelle sowie einen weiteren Sieg gegen den 1. FC Nürnberg, der jedoch tatkräftig von seinen in der Minderheit befindlichen Fans unterstützt wurde.

Zivilcourage geht Alle an

Obwohl sie vor, während und nach dem Spiel mit kalten und warmen Köstlichkeiten wie Salaten, Lachsfilets und Kuchen verwöhnt wurden, blieben Gastgeber Vogelhuber, sowie Darga, Schmidmaier und Shyh-Horng Chen von der Danto GmbH genauso nachdenklich wie Bayern-Manager Hoeneß, der keine treffenderen Worte für das fand, was auch die in der Allianz-Arena anwesenden Zuschauer dachten: „Wir alle in der Gesellschaft sind aufgerufen, da nicht still zu sein. Wir müssen uns alle gegen Gewalt wehren und vor allen Dingen gegen das Wegsehen. Wir müssen uns solidarisieren in der Gemeinschaft, dass solche Leute nicht noch ermuntert werden, dass ihnen nichts passieren kann.“

Den Worten seines Managers will der FC-Bayern auch Taten folgen lassen. Man denke daran, so Hoeneß, Werbeflächen auf U- und S-Bahnen anzumieten, um gegen Gewalt aufzurufen und sich für mehr Zivilcourage in der Gesellschaft einzusetzen.

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