Danto-Mitarbeiter besuchen Fußball-Derby
Gemeinsames Gedenken an Dominik Brunner
Auf Einladung von Herrn Vogelhuber von der Firma Petex folgten Daniel Darga, Geschäftsführer der Danto GmbH, sowie die Mitarbeiter Bettina Schmidmaier und Shyh-Horng Chen am 19. September in die Münchner Allianz-Arena zu einem ganz besonderen Event: Gemeinsam wollten Sie im Business-Bereich des Stadions das lange erwartete Derby zwischen dem FC Bayern und dem 1. FC Nürnberg vor der gegnerischen Fankurve live anschauen.
Nachdem die drei Danto-Mitarbeiter und ihr Begleiter ihre Autos im Parkhaus nahe der Allianz-Arena abgestellt hatten, mussten sie jedoch erst einmal die Sicherheitsschleuse am Business-Eingang passieren, bevor sie vor den 40-Zoll-Fernsehern, auf denen das Geschehen vor, während und nach dem Spiel live übertragen wurde, an den reservierten 6er-Tischen Platz nehmen konnten.
Gedenken an Dominik Brunner
Bereits vor dem Spiel machte sich im gesamten Stadion gespannte Erwartung breit. Dies lag jedoch nicht etwa am erwarteten Spielausgang: Da der FC Bayern vom Nürnberger Club seit 22 Heimspielen nicht besiegt worden war, rechnete das Team von Trainer Louis van Gaal ohnehin mit einem Sieg. Gespannt waren jedoch beide Teams, die Schiedsrichter sowie die 69.000 Zuschauer auf die Worte, die Bayern-Manager Uli Hoeneß finden würde, um das Gedenken an den 50-jährigen Dominik Brunner einzuleiten. Dieser war eine Woche zuvor an der Münchner S-Bahn-Station Soln von zwei Jugendlichen zusammengeschlagen worden und seinen Verletzungen erlegen. Mutig hatte er sich ihnen in den Weg gestellt, als diese zunächst in der S-Bahn und dann auf dem Bahnsteig Kinder bedroht hatten.
„Wir verneigen uns vor einem Menschen, der sein Leben gegeben hat, um andere, in diesem Fall junge Menschen, zu schützen“, sagte Hoeneß tief ergriffen, als er seine Rede über das Stadionmikrofon hielt.
Schockiert zeigte sich der Manager darüber, dass niemand eingegriffen hätte. Jeder, so Hoeneß, wäre froh, wenn ihm jemand wie Brunner in einer Notlage behilflich sei. „Deshalb ist er für uns ein Vorbild für Zivilcourage und praktizierter Nächstenliebe“, sagte Hoeneß.
Während der gesamten Rede war das Bild des ermordeten Dominik Brunner auf der Anzeigetafel der Allianz-Arena zu sehen.
Das Spiel
Obwohl beide Teams anläßlich der Schweigeminute für Brunner in Trauerfarben spielten, rückte nach dem Anpfiff das Spielgeschehen in den Vordergrund: Außer einem Schuss an die gegnerische Torlatte durch Gomez tat sich in der ersten Halbzeit nicht viel.
Dafür war die zweite Halbzeit besonders für die Bayern umso ereignisreicher: In der 55. Minute schoß Bayern-Spieler Ivaca Olic die Münchner in Führung.
Sodann erzielte Nürnberger Spieler Eric-Maxim Choupo-Moting ein Gegentor und somit den Ausgleich.
Daniel van Buyten schließlich verdankten die Bayern acht Minuten vor Spielende das 2:1, den Sprung auf Rang drei in der Tabelle sowie einen weiteren Sieg gegen den 1. FC Nürnberg, der jedoch tatkräftig von seinen in der Minderheit befindlichen Fans unterstützt wurde.
Zivilcourage geht Alle an
Obwohl sie vor, während und nach dem Spiel mit kalten und warmen Köstlichkeiten wie Salaten, Lachsfilets und Kuchen verwöhnt wurden, blieben Gastgeber Vogelhuber, sowie Darga, Schmidmaier und Shyh-Horng Chen von der Danto GmbH genauso nachdenklich wie Bayern-Manager Hoeneß, der keine treffenderen Worte für das fand, was auch die in der Allianz-Arena anwesenden Zuschauer dachten: „Wir alle in der Gesellschaft sind aufgerufen, da nicht still zu sein. Wir müssen uns alle gegen Gewalt wehren und vor allen Dingen gegen das Wegsehen. Wir müssen uns solidarisieren in der Gemeinschaft, dass solche Leute nicht noch ermuntert werden, dass ihnen nichts passieren kann.“
Den Worten seines Managers will der FC-Bayern auch Taten folgen lassen. Man denke daran, so Hoeneß, Werbeflächen auf U- und S-Bahnen anzumieten, um gegen Gewalt aufzurufen und sich für mehr Zivilcourage in der Gesellschaft einzusetzen.



